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Virale u. bakterielle Infekte unterscheiden!

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NACHRICHTEN

 

 

Infektion: Körpereigener Marker zeigt,

ob viral oder bakteriell

 

Der Einsatz von Antibiotika bei Infekten der oberen Atemwege ist nur bei bakteriellen Erkrankungen sinnvoll.

 

Doch häufig fällt es schwer zu unterscheiden, ob Viren oder Bakterien Auslöser des Infekts sind.

 

Der körpereigene Infektionsmarker Procalcitonin könnte das erheblich vereinfachen, wie Professor Dr. Philipp Schuetz vom Departement Klinische Forschung von Universität und Universitätsspital Basel nun in der Fachzeitschrift «The Lancet» berichten.

 

Procalcitonin ist die Vorstufe eines Schilddrüsenhormons.

Es ist bei Gesunden kaum oder gar nicht nachweisbar.

Erst wenn es im Körper zu einer bakteriellen Entzündung kommt, steigt der Stoff Procalcitonin im Blut plötzlich an. Diesen Mechanismus können Mediziner bei der Diagnose und Behandlung von Infektionskrankheiten nutzen.

 

In verschiedenen Studien war die Unterscheidung anhand von Procalcitonin bereits erfolgreich und konnte eine Antibiotikatherapie um rund 30 Prozent verkürzen. Eine neue Metaanalyse des Universitätsspitals Basel und des Kantonsspitals Aarau zeigt nun, dass durch den Einsatz des Infektionsmarkers auch die Sterblichkeit bei Patienten mit Atemwegsinfektionen nach 30 Tagen leicht abnimmt und die Zahl der Antibiotikanebenwirkungen um ein Viertel gesenkt werden konnte.

 

«Diese Resultate machen auch Hoffnung, dass dem weltweiten Trend der Antibiotika-Resistenzbildung entgegengewirkt werden kann», so Schuetz.

 

Für die Studie haben 26 Forschungsgruppen aus zwölf Ländern die Daten von 6708 Patienten zur Verfügung gestellt und analysiert. (rf)

 

DOI: 10.1016/S1473-3099(17)30592-3

 

 

18.10.2017 l Aponet

 

Veröffentlicht auf: www.xing-news.com